Gesprächsführung für Personaler auf ein nächstes Level heben - Der größte Produktivitätsfaktor ist der Mensch!

| Alice Dehner
Personalarbeit wird es immer geben. Daran wird auch die Digitalisierung, so unumgänglich sie sein mag, so sehr sie in aller Munde ist, so gefürchtet sie auch häufig ist, nichts ändern. Und sie wird durch den Umgang mit der Krise, in der sich fast alle Unternehmen befinden, nicht leichter werden. Im folgenden Beitrag erfahren Sie, was Personaler darin unterstützt, ihren schwierigen Job erfolgreich zu bewältigen, welche sogenannten „soft skills“ sie brauchen, um mit der harten Realität gut klarzukommen. Eine der wichtigsten Fähigkeiten ist die Gesprächskompetenz – diese Fähigkeit kann man trainieren.

Techniken zur Gesprächsführung erleichtern Personalern ihren schwierigen Job

An Personaler werden die höchsten Anforderungen gestellt, was soziale Kompetenz betrifft. Kaum jemand in einem Unternehmen muss mit so vielen unterschiedlichen Menschen kommunizieren, vom Regionalleiter bis zur Reinigungskraft. Kaum jemand sieht sich immer wieder vor so viele knifflige oder heikle Situationen gestellt, von der Personalauswahl über das Lösen von Konflikten bis hin zu Entlassungen. Von der Qualität der Gesprächsführung hängt sehr viel ab. Personaler müssen fähig sein, mit Menschen aus allen Hierarchie-Ebenen den richtigen Ton zu treffen. Dabei wird meistens vorausgesetzt, dass sie das einfach können – eine Schulung darin haben sie nie erhalten.

Was machte die Ausbildungsreihe Beratungstools für Personaler so wertvoll?

Die Reflexion der eigenen Rolle ist der erste Schritt, um sich über die eigenen Wirkmöglichkeiten klar zu werden, zu erkennen, welche Chancen in der Personalarbeit stecken. Personalarbeit ist in allererster Linie Kommunikation. Mehr über die Hintergründe von Kommunikation zu erlernen, steigert sofort die Gesprächsqualität. Wenn man versteht, wie der Gesprächspartner „tickt“, warum er in bestimmten Situationen so und nicht anders reagiert, besitzt man größere Möglichkeiten, Gespräche zielführend zu gestalten. Das macht auch den Umgang mit „schwierigen“ Mitarbeitern leichter und verringert das Konfliktpotenzial. Konfliktlösestrategien zu kennen und anwenden zu können sorgt dafür, schnellere und zufriedenstellende Lösungen zu finden. Für Personaler bedeutet die Erhöhung ihrer Gesprächskompetenz, dass sie sich auch in schwierigen Situationen sicherer fühlen, für die Firma bedeutet das mehr allgemeine Zufriedenheit der Mitarbeiter.

Die Transaktionsanalyse als unverzichtbares Hilfsmittel zum Verständnis von Kommunikation

Es lohnt sich, die Transaktionsanalyse von Eric Berne näher kennenzulernen, denn sie bietet eine Reihe interessanter, sehr schnell einleuchtender theoretischer Ansätze, die Verhalten und Kommunikation begreifbar machen und die sich leicht in die Praxis umsetzen lassen. Man kann die Transaktionsanalyse, die aus der humanistischen Psychologie kommt, als Psycho-Logik für den Berufsalltag bezeichnen, denn viele Verhaltens- und Reaktionsweisen werden psycho-logisch ableitbar, wenn man das dahinterliegende Muster verstanden hat. Plötzlich wird klar, warum Kommunikationsprozesse so und nicht anders ablaufen und plötzlich wird auch klar, warum es bislang in manchen Situationen immer wieder zu Schwierigkeiten und Missverständnissen kam.

Mehr Sicherheit im Umgang mit schwierigen Gesprächen

Neben der Transaktionsanalyse helfen Systemische Ansätze zu verstehen, in welcher Weise Probleme systemisch bedingt sein können, damit erhöht sich das Verständnis für die Situation des Gesprächspartners und auch das verbessert die Beratungsqualität.

In der Ausbildungsreihe „Beratungstools für Personaler“ erfahren die Teilnehmer*Innen jedoch nicht nur theoretisch, was es Wichtiges über Kommunikation zu wissen gibt, sie haben auch genügend Gelegenheit, alle möglichen Gesprächssituationen zu üben – und zwar so lange, bis sie sich sicher damit fühlen. Wie geht man mit den konfliktträchtigen „Psychologischen Spielen“ um, die in jedem Büro immer wieder zu Ärger und Anspannung führen? Was tun mit dem auf Streit gebürsteten Mitarbeiter? Wie dem dominanten Abteilungsleiter begegnen? Konfliktlösestrategien und Interventionstechniken bringen mehr Ruhe und Souveränität in den Arbeitsalltag – und das verringert nicht nur den eigenen Stress, sondern auch den der anderen.

Mehr zu der Weiterbildungsreihe, die im November als Online-Präsenz-Training startet finden Sie hier.