Früher arbeitete man für eine Firma, ein Unternehmen, eine Marke – das war es, womit man sich identifizierte, bei der man nach Möglichkeit sein Berufsleben lang blieb. Heute sind auch einst etablierte „Weltfirmen“ kein Garant mehr, dass man als Manager seinen Job behält. VW und Bayer etwa, um nur zwei zu nennen, reduzieren ihr mittleres Management in gewaltigem Ausmaß. In der SZ vom 17. September 26 konnte man ein interessantes Interview mit dem Geschäftsführer Christian Summa lesen, der seit mehr als zwanzig Jahren für die Firma Rundstedt und Partner, der größten Outplacement-Beratung Deutschlands, Führungskräfte berät. Im Interview spricht er darüber, wie schwer Managerinnen und Manager vom massiven Stellenabbau in großen Firmen betroffen sind, Menschen, die davon ausgegangen waren, dass ihre Jobs absolut sicher sind, und die jetzt häufig mit Einkommensverlusten konfrontiert sind, die schwer zu verdauen sind.
Christian Summa wurde auch gefragt, was seiner Meinung nach Führungskräfte können müssen, um ihren Job zu behalten, beziehungsweise im Fall des Falles gut vermittelbar zu sein. Hier ein Zitat aus dem Interview:
Frage: Was müssen Führungskräfte heute können, was eine KI nicht kann?
Christian Summa: Die Führungskraft ist heute Kommunikator, Changemanager, Sparringspartner und Coach (Hervorhebung von mir). Sie muss Menschen durch große Veränderungen begleiten und mitnehmen…
Christian Summa führt weiter aus, dass trotz KI Führung nicht verschwinden wird, denn, ich zitiere noch einmal „Solange echte Menschen in Unternehmen arbeiten, brauchen sie eine echte Führungskraft.“ Diese Führungskraft sollte jedoch kein Mikromanagement betreiben und „Führen“ nicht als „Anordnen“ verstehen, das ist aus der Zeit gefallen. Sie sollte jedoch ihre Mitarbeiter auf dem Veränderungsweg, der überall und allezeit stattfindet, als Coach begleiten. Und sie brauchen auch bei sich selbst die Veränderungsbereitschaft. Lebenslanges Lernen, so Summa weiter, sei eine Voraussetzung dafür, beschäftigungsfähig zu bleiben.
Dass Kommunikation das A und O von Führung ist, wusste schon Henry Ford vor hundert Jahren. Führungskräfte können bei all ihren Aufgaben, die direkt mit Führung, sprich mit Kommunikation zu tun haben, stark von den Modellen der Transaktionsanalyse profitieren. Mit ihrer Kommunikationstheorie stellt die TA leicht verständliche, nachvollziehbare und äußerst praktikable Tools zur Verfügung, die sofort in der täglichen Arbeit umgesetzt werden können. Um Kommunikation, wie sie gelingt – und warum sie manchmal nicht gelingt – besser zu verstehen, bieten die Modelle der Transaktionsanalyse eine hervorragende Basis.
Um gut zu führen ist es auch hilfreich, dass man mehr über die eigenen Kommunikationsmechanismen lernt. Es kann sehr wichtig sein, um über die Lücke, die zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung klafft, Bewusstheit zu erlangen. Man denkt zum Beispiel, man sei ganz freundlich und offen, wirkt auf Außenstehende aber eher streng und zugeknöpft. Man merkt schon gar nicht mehr, welchen Kommandoton man sich angewöhnt hat. Oder was man für freundliche Ironie hält, kommt bei anderen als Abwertung an, was man selbstverständlich überhaupt nie wollte.
Gerade in krisenhaften Zeiten, in denen viele womöglich angstmachende Veränderungen auf Führungskräfte und Mitarbeitende zukommen, spielen Stress und der Umgang damit eine noch größere Rolle als ohnehin schon. Auch das ist ein wichtiger Teil einer Coachingausbildung, ebenso wie der konstruktive Umgang mit Konflikten.
Doch auch die systemischen Zusammenhänge all der Prozesse, die in einer Abteilung, einer Firma insgesamt ablaufen, zu verstehen, ist Teil der Coachingausbildung.
Eine Ausbildung zum Coach, wie die dehner academy sie anbietet, ist ein guter Weg, sich die Fähigkeiten zu erwerben oder sie auszubauen, die von Führungskräften heute verlangt werden. Die Haltung des lebenslangen Lernens und die Bereitschaft zu persönlicher Weiterentwicklung kommt jedem zugute, der Führungskraft selbst, den Mitarbeitern und dem Unternehmen.