Führung – zeitgemäß und wirkungsvoll

Begriffe wie Führungskraft, Führungsverantwortung, Führungsstil oder Führungsposition sind in nahezu jedem Unternehmen fast täglich zu hören. Es wird von guter und schlechter Führung gesprochen und davon welche Menschen Führungsqualitäten haben und welche nicht. Zunächst sollte einmal geklärt werden, was Führung überhaupt bedeutet. 

Führung ist ein Teil des Managements übernimmt aber nicht zwingend auch immer Managementaufgaben. Grundsätzlich bedeutet Führung, Menschen direkt oder indirekt so zu leiten, dass sie ein bestimmtes Verhalten an den Tag legen. Sprich, sie so zu beeinflussen, dass festgelegte Ziele erreicht werden. Dazu gehört, dass Anweisungen erfolgen aber die Führungskraft selbst auch vorlebt, was von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwartet wird. Von Mensch zu Mensch und von Unternehmen zu Unternehmen kann der Führungsstil dabei vollkommen unterschiedlich aussehen. Fakt ist jedoch, dass sich die grundlegenden Ansprüche an Führung gewandelt haben. 

Führungsansprüche in der modernen Welt 

Früher erfolgte Führung fast ausschließlich hierarchisch. Der Chef oder die Vorgesetzte waren das Maß der Dinge und die Mitarbeitenden führten deren „Befehle“ aus. Heute funktioniert das nicht mehr. Die Menschen, insbesondere die jungen Generationen stellen ganz neue Anforderungen an ihren Arbeitsplatz und damit auch an die Führungskräfte. Diese stehen vor der Herausforderung, teilweise Teams mit Menschen aus bis zu 5 Generationen zu führen. Remote Work und Homeoffice haben befeuert durch die Pandemie ebenfalls stark zugenommen. Zudem streben die Menschen heute nicht zwangsläufig nach Geld und Ansehen, sondern wollen einen tiefgreifenden Sinn in ihren Aufgaben sehen. Kurz gesagt: Menschen mit Führungsverantwortung brauchen in der heutigen Zeit neue Kompetenzen und sind gefragt, die Selbstverantwortung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern. 

Mitarbeiter wollen mehr Purpose 

Früher sahen die Mitarbeiter in ihrer Arbeit ein Mittel zum Zweck, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und die Familie zu versorgen. Es wurde selten hinterfragt, warum man gewisse Aufgaben erledigt oder was der tiefere Sinn dahinter ist. Das machte es den Führungskräften relativ einfach, die Arbeit zu verteilen. Doch die Gesellschaft hat sich gewandelt und insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Krisen stehen Purpose und Sinnhaftigkeit vermehrt im Mittelpunkt. Junge Menschen fühlen sich zunehmend verloren in Unternehmen, wenn die Führung keine klaren Ziele, Werte und Visionen vermittelt. In fast jeder Organisation gibt es zwar einen Leitspruch aber den kennen die Mitarbeiter meist nur von einem großen Plakat in der Firmenzentrale. Purpose vermitteln ist ganz klar eine Sache der Führung. Führungskräfte und das Management müssen sich fragen, welche Werte das Unternehmen vertritt, welcher übergeordnete Zweck verfolgt wird, worin die Vision liegt. Diese Aufgabe lässt sich auch nicht an Dritte delegieren, denn der Purpose ist etwas, was aus dem Inneren des Unternehmens heraus entsteht. Somit sind Führungskräfte heute mehr denn je gefragt ein Leitbild zu entwickeln, welche aktiv im Unternehmen gelebt wird und den Mitarbeitern zeigt, welche Sinnhaftigkeit hinter ihrer Arbeit steht. 

Die Führungskraft als Vorbild 

Das bekannte Sprichwort „Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken“ ist in kaum einem Bereich zutreffender als in der Führung. Zu den Hauptaufgaben von Führungskräften innerhalb der Organisation zählt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu inspirieren, für ihre Arbeit zu begeistern und zu selbständigem Denken und Handeln zu motivieren. Führungskräften sollten daher im Idealfall Experten im Führen von Menschen sein und nicht Experten auf einem Fachgebiet, dann dazu haben sie ihre Mitarbeitenden. Ob bewusst oder unbewusst so beeinflussen Menschen mit Führungsverantwortung immer auch ihre Teams zu einem bestimmten Verhalten. Ob Mitarbeitenden ihrer Führungskraft vertrauen, hängt im wesentlich auch von deren Verhalten ab. Oft unterschätzen Führungspersonen, welchen großen Einfluss sie durch ihre Vorbildfunktion ausüben, deshalb gilt für Führungskräfte der Grundsatz „walk the talk“. Wer beispielsweise von seinen Mitarbeitenden erwartet, die Extrameile zu gehen, sollte selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Ebenfalls kontraproduktiv ist es, einen harten Sparkurs zu verlangen, sich aber selbst das Büro mit teuren Designermöbeln ausstatten zu lassen. In einer modernen Welt sind Führungskräfte gefragt als gute Vorbilder voranzugehen und für ihre Mitarbeitenden auch die Rolle eines Coaches zu übernehmen. (Die Führungskraft als Coach

Kommunikation in der Führung

Die Fähigkeit zu effektiver Kommunikation gehört zu einer der Kernkompetenzen im Leadership. In der zunehmend digitalisierten und globalisierten Arbeitswelt erhält Kommunikation für Führungskräfte einen immer höheren Stellenwert. Um wirksame Führung zu leisten, müssen Führungskräfte kommunizieren. Diese Aufgabe nimmt immer mehr Raum ein und gewinnt ebenfalls an Komplexität. Die Gründe hierfür sind in den veränderten Rahmenbedingungen zu finden und darin, dass sich Kommunikation nicht länger nur auf persönliche Begegnungen beschränkt. Organisationen und Unternehmen befinden sich im Wandel und damit einhergehend verändern sich die Rahmenbedingungen. Heute zählt Kommunikationsfähigkeit zu einem der Buzzwords, wenn es um Führungskräfte geht. Leider verstehen viele Führungskräfte darunter in erster Linie, möglichst viel sprechen zu können. Doch auch Zuhören und non-verbale Kommunikation sind von enormer Bedeutung in der Führung. Im ursprünglichen Sinne ist Kommunikation ein Austausch von Informationen. Führungskräfte sollten somit in der Lage sein, ihre Botschaften klar und deutlich zu vermitteln und empfangene Botschaften ebenso klar interpretieren können. Kommunikation ist ein essenzielles Instrument in der Führung. Feedbackgespräche, das Coachen von Mitarbeitern, das Anbringen von Kritik und vieles mehr setzt ebenso eine sehr klare und wirkungsvolle Kommunikation voraus, wie die Zusammenarbeit mit Peers und Kollegen oder den eigenen Vorgesetzten. mit Kollegen oder den eigenen Vorgesetzten gegenüber. Läuft die Kommunikation nicht rund und entstehen aufgrund mangelnder Kompetenzen immer wieder Lücken und Missverständnisse, laufen Organisationen im schlimmsten Fall Gefahr, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verlieren, die sich nur schwer und teuer ersetzten lassen. 

Führung auf Distanz

Führen auf Distanz, Homeoffice oder Remote Work sind zwar schon länger Themen in Organisationen, doch die Corona-Pandemie hat die Entwicklungen hier noch einmal deutlich beschleunigt. Der technische Fortschritt, neue Medien und digitale Führungsinstrumente schreiten voran. Es zeichnet sich immer weiter ab, dass Mitarbeiter zukünftig nur noch teilweise oder gar nicht mehr präsent anwesenden sein werden, was die Führung vor einige Herausforderungen stellt, die so noch nie gegeben waren. 

Herausforderung 1 – erschwerte Kommunikation

Gespräche verlagern sich immer mehr in den virtuellen Raum. Dadurch geht ein Teil der Emotionen verloren und Führungskräfte müssen mehr Fingerspitzengefühl entwickeln, wie es ihren Mitarbeitenden tatsächlich geht. Das setzt voraus, dass die Kommunikationskompetenzen ausgebaut und verfeinert werden. 

Herausforderung 2 – Beziehungen und Vertrauen 

Beziehungen zu den Mitarbeitenden zu pflegen, fällt in einer räumlichen Distanz schwerer als vor Ort. Die Mitarbeiter müssen sich auch im Homeoffice mitgenommen und beteiligt fühlen. Eine wertschätzende Kommunikation und die Investition in Beziehungen ist daher seitens der Führung unerlässlich. 

Herausforderung 3 -Technik

Auch wenn wir hierzulande von uns behaupten, technisch gut ausgestatte zu sein, so ist das in Realität nicht immer der Fall. In der Führung auf Distanz ist deshalb wichtig, die bestmöglichen technischen Voraussetzungen zu schaffen und Führungskräfte sind ebenfalls gefragt, sich mit virtuellen Tools und Instrumenten auseinanderzusetzen. 

Wer sich vor der Führung auf Distanz verschließt, wird auf lange Sicht die Unzufriedenheit der eigenen Mitarbeitenden nähren und riskiert, dass diese abwandern. Viele Routinen in der Führung müssen jetzt neu gedacht und die Kompetenzen von Führungskräften ausgebaut werden. 

Führung und Verantwortung

Führungskräfte tragen viel Verantwortung und sollten sich dieser immer bewusst sein. Sie haben die Verantwortung für ihre Teams: für deren Leistung, Gesundheit und Wohlbefinden. Eine wesentliche Fähigkeit erfolgreicher Führungskräfte ist es, Verantwortung klar zu delegieren und auch selbst zu übernehmen. Führung bedeutet jedoch auch, Verantwortung für fremdes Handeln zu übernehmen. Läuft etwas im Team schief, dann fällt es in der letzten Konsequenz immer auf die Führung zurück. Doch in der Führung braucht es ebenfalls den Mut, loszulassen und die Mitarbeiter zu mehr Eigenverantwortung zu entwickeln. Eine Führungskraft, die permanent alles kontrolliert und überprüft, schafft nur wenig Anreiz für das Team selbst die Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Es braucht in der Führung Vertrauen und die Fähigkeit zu wissen, wie viel Maß an Verantwortung weitergegeben wird und wie viel in der Hand der Führungskraft bleibt. 

Mit uns Führungskompetenzen ausbauen  

Führen ist heute viel komplexer geworden. Es reicht für Führungskräfte längst nicht mehr aus, nur gute Verwalter zu sein oder delegieren zu können. Heute und in Zukunft sind viel mehr Kompetenzen gefragt, damit Führung erfolgreich wird. Wir bieten dazu eine Vielzahl von Trainings und Coachings an, die Führungskräfte auf ihrem Weg zu mehr Wirksamkeit unterstützen.